Wirtschaftlicher und zivilrechtlicher Eigentümer

Es ist gesetzlich geregelt, dass derjenige, dem das Grundstück gehört (zivilrechtliche Eigentümer) auch die Grundsteuer bezahlen muss. Zivilrechtliche Eigentümer können sowohl natürliche Person als auch Gesellschaften, Genossenschaften oder auch Vereine sein.

Steuerrechtlich ist es jedoch von Bedeutung, wenn das zivilrechtliche Eigentum vom wirtschaftlichen Eigentum abweicht. Sollte dies der Fall sein, dann geht steuerrechtlich grundsätzlich das wirtschaftliche Eigentum vor.

Alleiniges wirtschaftliches Eigentum ergibt sich regelmäßig aus vertraglichen Vereinbarungen, die den zivilrechtlichen Eigentümer dauerhaft von der Einwirkung auf das Grundvermögen ausschließen und somit die andere Partei wirtschaftlich alleiniger Berechtigter ist.

Ein klassischer Fall hierfür ist bei der Veräußerung von Grundbesitz gegeben, hier wird für den Erwerber schon nach Unterzeichnung des Kaufvertrages und vor dessen Eintragung im Grundbuch wirtschaftliches Eigentum angenommen.